Zusammenglück & Friluftsliv – Resonanz-Kultur

Mit Hygge, Ikigai, Sisu oder auch Marie Kondos beharrlichem Minimalismus-Trend wurden in den vergangenen Jahren mit Vorliebe aus Skandinavien wie Japan Lebenseinstellungen in andere Kulturräume importiert. Neu dabei: Zusammenglück und Friluftsliv.

Skandinavien und auch Japan haben für uns häufig Vorbild-Charakter. Die Menschen sind zufriedener, die Lebenserwartung liegt höher. Im aktuellen Covid-19-geprägten Alltag kommen zwei weitere Begriffe mit Bestseller-Qualität hinzu: Das in Norwegen fest etablierte “Friluftsliv” (Aktivitäten und Erholung im Freien) und das in Japan festgestellte Prinzip eines Zusammenglücks (interdependent happiness).

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Tourismus-Studie: Der neue Resonanz-Tourismus

Endlich ist die neue Tourismus-Studie da, die ich mitdenken, -konzipieren und schreiben durfte. “Der neue Resonanz-Tourismus” heißt das Ergebnis, das mit spitzen Thesen, hilfreichen Best Practices und inspirierenden Experteninterviews die Tourismus-Trends von morgen und die Zukunft der Reise-Branche beleuchtet. Die neue Tourismus-Studie ist definitv eine Bereicherung für sämtliche Akteure in dem breiten Spektrum von Tourismus und Hospitality. Denn sowohl Angebote wie auch Destinationen, Logistik und Mobilität werden unter der These der “Resonanz” und der Sehnsucht des Individuums nach Transformation durch Beziehung untersucht.

Wer neugierig geworden ist, kann die neue Tourismus-Studie über den Online-Shop des Zukuntsinstituts erwerben. Wer gerne im Rahmen eines Workshops, Vortrags oder Panels mehr zum Thema Resonanz-Tourismus erfahren möchte, darf sich gerne auch bei der Future Day GmbH oder natürlich auch direkt bei mir melden. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören!

Eine erste Inspiration, was Resonanz im Tourimus der Zukunft impliziert, zeigt folgende Folie, mit der ich im Rahmen von Präsentationen auch arbeite.

Öko-Pragmatismus und Tourismus

Der Megatrend Neo-Ökologie ist ein global wirkendes Phänomen. Ganz gleich in welchem poltischen, wissenschaftlichen oder ideologischem Lager man sich aufhält, mittlerweile hat nahezu  jede*r mitbekommen, dass es neue Strategien im Umgang mit unserer Erde bedarf. Doch das alte Lied von Verzicht und Reduktion, von Bewusstsein und Vernunft greift nicht. Speziell nicht, wenn 2030 8,55 Milliarden Menschen auf der Welt wuseln und sich alle nach einem Maximum an Lebensqualität und Komfort sehnen.

Mobilität ist heutzutage für die meisten ein wichtiger Baustein der Lebensqualität. Die Weltourismusorganisation der Vereinten Nationen prognostiziert 1,8 Milliarden Reisende für das Jahr 2030. Aus Perspektive des Megatrend Neo-Ökologie eine Herausforderung. Schon heute verändern Luftverschmutzung, Hitzewellen, sterbende Riffs, vermüllte Strände und Schlagzeilen über Overtourism das Reiseverhalten.  Gleichzeitig haben zwar immer mehr Verbraucher ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit, ändern aber aufgrund sich dazu gegenläufig entwickelnden soziokulturellen Phänomen nicht ihr Verhalten.

Eine wichtiger Treiber für die Zukunft ist dabei der Ökopragmatismus. „Öko-Pragmatismus und Tourismus“ weiterlesen

Keine Jahres(tr)endprognose: Tourismus, Ehrenamt, Nachhaltigkeit sowie Sansibar

Im Dezember, wie üblich, überbieten sich die Medien mit Jahresrückblicken und Vorschauen für das kommende Jahr, diesmal 2018. Da sich Trends nicht an Kalender halten und von einem Tag auf den anderen sich manifestieren, werde ich mich dem entziehen. (Wobei der Vollständigkeit halber erwähnt werden sollte, dass natürlich psychologische wie politische Faktoren Dinge begünstigen können, die dann doch durch entsprechende Kalenderdaten mitverursacht werden).

Stattdessen ein privater Einblick, der dann doch – so ganz im Sinne des Work-Life-Blending – nicht nur ganz privat, sondern auch und natürlich die Zukunfts- und Trendforschung betrifft. Für mich geht es in diesem Dezember nach Ostafrika, nach Sansibar.

Tourismus-Trends: Luxus mit gutem Gewissen

Das kleine Inselarchipel vor Tansania (und nein, der Tausch gegen Helgoland ist eine Mär) ist derzeit ein beliebtes Ziel für Touristen. Laut des Zanzibar Commisson for Tourism (ZCT) hat sich die Zahl der Urlaubsgäste von 2015/2016 zu 2016/2017 von etwas mehr als 162.000 auf 376.000 Besucher mehr als verdoppelt! „Keine Jahres(tr)endprognose: Tourismus, Ehrenamt, Nachhaltigkeit sowie Sansibar“ weiterlesen

Anti-Tourismus: Chance für Dornröschen-Destinationen

Mallorca, Barcelona, Amsterdam oder Berlin sind nur die Spitze des Eisberges jener Reiseziele, an denen sich die lokale Bevölkerung  derzeit zuehmend gegen die Auswirkungen eines Massentourismus wehren. Anders als vor einigen Jahrzehnten sind es nicht primär Bausünden, welche Strände und Naturschutzgebiete optisch oder ökologisch zerstören, sondern ein Strukturwandel, der einer Gentrifizierung ähnelt. Wohnraum wird kostspieliger, das Leben auf den Straßen durch Party und Touristen lauter, die Lebenshaltungskosten generell teurer. Anwohner fühlen sich durch AirBnB-Wohnungen verdrängt, durch Lärm und Touristengruppen in ihrer Lebensqualität gestört. Jenes Prinzip des “live like a local”, was Touristen genau suchen, wird durch ihre eigene Präsenz untergraben.

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