Future Food Trends, Klimastreik und der Megatrend Neo-Ökologie

Heute am 20. September 2019 wird weltweit zum Klimastreik aufgerufen. Fridays For Future und Organisationen üben teils zivilen Ungehorsam, um auf die Notwendigkeit eines raschen Handels seitens Politik, Wirtschaft aber auch der Konsumenten zum Schutz des blauen Planeten aufmerksam zu machen. Stichwort „blau“.

Blaue Ökologie?

In der Zukunftsforschung sprechen wir im Kontext des Megatrends Neo-Ökologie von der „blauen Ökologie„, einem neuen Zeitalter von Verschwendung statt Reduktion. Die These trifft heute nicht immer auf offene Ohren. Wir müssen doch sparen, um die Umwelt zu schonen, oder?

Zukunft Food Trends: Verschwendung statt Reduktion?

Jein. Sicherlich sind einige Technologien noch in den Kinderschuhen. Wer derzeit unbedarft seine eigenen Konsuminteressen und Bequemlichkeiten stets in den Vordergrund stellt, handelt sicherlich nicht im Interesse einer Weltgemeinschaft. Derzeit würde es uns allen in den Konsumländern nicht schaden auf die eine oder andere Fernreise, Autofahrt, neues Smartphone, Shopping-Tour zu verzichten. Es gibt schon heute viele gute Alternativen. (Radtourismus, neue Mobilitätskonzepte, Fairphone, Sharing usw.)

Es gibt aber auch Alternativen, die in Zukunft eben auch mit einem Mehr statt einem Weniger einhergehen. Und jetzt zu dem im Titel versprochenen Future Food: Solar Foods, ein finnisches junges Unternehmen macht aus schädlichem CO2, dem Kohlendioxid, Proteine! Ein Protein-Pulver, das wir essen können. Ein spannender Food Trend.

Klimaschutz neu Gedacht: Proteine aus C02

Eine steigende Weltbevölkerung will ernährt werden. Und dass Fleisch kein Future Food ist, sollte jedem eigentlich heute klar sein (ganz gleich, ob aus ökologischen, gesundheitlichen oder moralischen Gründen). Auch wenn die Zeit auf ihrem Titel der Ausgabe 39/2019 zusammenfasst, dass es für viele noch „ein Albtraum“ sei. Clean Meat (meint im „Labor“ künstlich hergestelltes „Fleisch“) ist natürlich dabei ebenso eine Alternative wie pflanzliche Proteinquellen (aus denen auch Fleischersatz gebastelt werden kann) – oder eben „food out of thin air„. Auch das ist ein Ansatz im Rahmen des Klimastreiks: Investitionen in und Mut für neue Food Trends!

Wie es genau funktioniert? Für den Laien: Wasser plus Nährstoffe sowie das gebundene CO2 plus erneuerbare Energien. Für den Interessierten: Am besten bei Solar Foods direkt nachlesen und in weiteren Quellen informieren. Immer ratsam, denn das Produkt steckt ja noch in den Kinderschuhen, hat ebenfalls Vor- und Nachteile. Laut dem Unternehmen sollen die Auswirkunen auf das Klima aber 10 bis 100 mal geringer sein. Nun wird die neue Proteinquelle für den kommerziellen Markt aufbereitet. Das Unternehmen kooperiert nun mit der Fazer Group. Bald dürfte also zumindest in Finnland das neue Protein-Pulver in den Regalen zu finden sein. In Zukunft könnte das CO2-Protein auch für Clean Meat verwendet werden.

Das kann Blaue Ökologie sein. Und das ist definitiv eine starke Entwicklung im Rahmen des Megatrends Neo-Ökologie und Future Food Trends.

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