Digitalisierung bleibt: Von der ISPO digitize und fliegenden Gemüsehändlern

Zukunft Sport Ispo digitize

Die ISPO hat ein weiteres exzellentes Format aus Ausstellern, Workshops, Keynotes und Networking gelauncht: Ispo digitize. Zwei Tage lang setzte sich die Sportbranche in München mit den Konsequenzen der Digitalisierung auseinander. Ich durfte einen Ausblick zur Zukunft des Sports geben, „Future of Sports a digital (r)evolution“. Nach spannenden Beiträgen von u.a. Peter Schwarzenbauer von der BMW-Group oder Ralph Scholz von McFit der mit „The Mirai“ das Konzept von Fitnessstudio neu denkt, stand mein Beitrag am Ende des Summits und gab dabei den Blick in die Zukunft frei.

Als Trendforscherin erfinde ich die Welt nicht neu, sondern ordne Trends und Phänomene nur richtig ein, „Digitalisierung bleibt: Von der ISPO digitize und fliegenden Gemüsehändlern“ weiterlesen

Verreisen wir in Zukunft noch?

Also so richtig physisch sich fortbewegend und real? Ohne Oculus Rift, Go und Co? Die letzten Tage war ich zweimal zum Thema Tourismustrends eingeladen. Einmal in Bad Wiessee auf dem Tourismusforum Oberbayern zum Thema des „Digitalen Gastes“ sowie in Frankenau auf dem „Zukunftstag Land(er)leben„, wo ich der Frage nachging, welche Rolle Qualität für die Zukunft des Landtourismus in Hessen spielt. Zwei inspirierende Veranstaltungen, die auch mit spannendem Inpunt von Kollegen und Tourismusexperten zum Thema Digitalisierung aufwarteten.

So „provozierte“ Prof. Dr. Mario Jooss von der FH Salzburg am Ende seines Vortrags am Tegernsee das Publikum ein wenig mit der Frage: „Verreisen wir in Zukunft überhaupt noch? Oder setzen wir uns nur noch die Virtual Reality-Brille auf, „Verreisen wir in Zukunft noch?“ weiterlesen

Gender Shift: Girls can do anything!

Wir schreiben das Jahr 2018, ich muss den Hut vor einer 80-jährgie Frau ziehen, die für gendergerechte Sprache klagt. Dass Sprache Einfluss auf das Verhalten und Selbstbewusstsein von Mädchen und Jungen besitzt, wurde in den letzten Jahren immer wieder untersucht und belegt. (Da nützen auch SuperHero-Girls-Butterkekse nichs mehr, wenn es selbst im Englischen den Begriff der Heroine, der Heldinnen gibt…) In dem Zusammenhang gefällt mir die Idee der App Sheboard – The Keyboard for Boosting Girls‘ Confindence:  Ich tippe den Beginn eines Satzes ein und erhalte starke Vorschläge!
Girls can do what/that/anything! Yep!

Schöner Beitrag zu Sportivity auf „More Sports. More Architecture“

Ursprünglich  in der Zeitschrift des ÖISS (Österreichisches Institut
für Schul- und Sportstättenbau) Ende 2016 erschienen, durfte Johannes Bühlbecker auf seiner Plattform  „More Sports. More Architecture“ meinen Text zu Sportivity erneut (mit kleinen Ergänzungen) veröffentlichen.

Sportivity

Insgesamt eine spannende Seite mit vielen tollen Beispielen, wie Sport und Bewegung stilsicher in unseren Alltag integriert werden und werden könnten. Sehr fasziniert mich ja auch die Idee von Wohnungen in Fußballstadien, die „Casa Futebol„…

Pro-Aging und eSports: Warum Lebensstile wichtiger sind als Zielgruppendenke und die Diskussion über eSports als Sport der Vergangenheit angehören sollte

Viele der konservativen und klassischen „Sportler“ können sich bis dato nicht damit anfreunden, dass eSports zunehmend auch als Sport gewertet wird. Und viele der konservativen und klassischen Marketeers haben immer noch nicht erkannt, dass Zielgruppendenken nun aber mal wirklich überholt ist. „Pro-Aging und eSports: Warum Lebensstile wichtiger sind als Zielgruppendenke und die Diskussion über eSports als Sport der Vergangenheit angehören sollte“ weiterlesen

Hygge, Lagom, Niksen und warum Digital Detox sich irgendwann überholt

Digital Detox

Nachdem der Achtsamkeitstrend zwar noch lange nicht seinen Zenit erreicht hat, tauchen in den letzten Monaten Begriffen in den Medien auf, welche ebenfalls darauf abzielen, zu entschleunigen, ihre Mittel jedoch nicht in ostasiatischen Philosophien und Ansätzen suchen: Hier sei „Hygge“ (Gemütlichkeit im sozialen Kreise) zu nennen, „Lagom“ (die richtige Passung finden) oder seit neustem „Niksen“. Letzteres kommt aus dem Niederländischen und bedeutet einfach „Nichtstun“.
Ganz gleich ob Achtsamkeit und Atmen, Hygge und Heimeligkeit oder Niksen und Nichtstum, der Wunsch dahinter ist stets dem immer komplexer und schneller werdenden Alltag etwas entgegenzusetzen. Entschleunigung oder ein Slow Lifestyle wären weitere Äquivalente.

Im Tourismus wird derzeit das Konzept des Digital Detox immer wieder augegriffen. „Hygge, Lagom, Niksen und warum Digital Detox sich irgendwann überholt“ weiterlesen

Keine Jahres(tr)endprognose: Tourismus, Ehrenamt, Nachhaltigkeit sowie Sansibar

Im Dezember, wie üblich, überbieten sich die Medien mit Jahresrückblicken und Vorschauen für das kommende Jahr, diesmal 2018. Da sich Trends nicht an Kalender halten und von einem Tag auf den anderen sich manifestieren, werde ich mich dem entziehen. (Wobei der Vollständigkeit halber erwähnt werden sollte, dass natürlich psychologische wie politische Faktoren Dinge begünstigen können, die dann doch durch entsprechende Kalenderdaten mitverursacht werden).

Stattdessen ein privater Einblick, der dann doch – so ganz im Sinne des Work-Life-Blending – nicht nur ganz privat, sondern auch und natürlich die Zukunfts- und Trendforschung betrifft. Für mich geht es in diesem Dezember nach Ostafrika, nach Sansibar.

Tourismus-Trends: Luxus mit gutem Gewissen

Das kleine Inselarchipel vor Tansania (und nein, der Tausch gegen Helgoland ist eine Mär) ist derzeit ein beliebtes Ziel für Touristen. Laut des Zanzibar Commisson for Tourism (ZCT) hat sich die Zahl der Urlaubsgäste von 2015/2016 zu 2016/2017 von etwas mehr als 162.000 auf 376.000 Besucher mehr als verdoppelt! „Keine Jahres(tr)endprognose: Tourismus, Ehrenamt, Nachhaltigkeit sowie Sansibar“ weiterlesen

Stuttgarter Sportkongress: Zukunft des Sportvereins

Vergangene Woche durfte ich erneut beim Stuttgarter Sportkongress über Sporttrends genauer über die Zukunft der Sportvereine einen Vortrag halten. Darüber habe ich mich gleich mehfrach gefreut: Den Kongress 2015 hatte ich in sehr guter Erinnerung, perfekt organisiert, spannende Inhalte und durchweg sympathische Veranstalter und Teilnehmer. Außerdem gab es auch 2017 wieder die Gelegenheit interessante Menschen kennenzulernen sowie bekannte Gesichter wiederzutreffen. „Stuttgarter Sportkongress: Zukunft des Sportvereins“ weiterlesen

Anti-Tourismus: Chance für Dornröschen-Destinationen

Mallorca, Barcelona, Amsterdam oder Berlin sind nur die Spitze des Eisberges jener Reiseziele, an denen sich die lokale Bevölkerung  derzeit zuehmend gegen die Auswirkungen eines Massentourismus wehren. Anders als vor einigen Jahrzehnten sind es nicht primär Bausünden, welche Strände und Naturschutzgebiete optisch oder ökologisch zerstören, sondern ein Strukturwandel, der einer Gentrifizierung ähnelt. Wohnraum wird kostspieliger, das Leben auf den Straßen durch Party und Touristen lauter, die Lebenshaltungskosten generell teurer. Anwohner fühlen sich durch AirBnB-Wohnungen verdrängt, durch Lärm und Touristengruppen in ihrer Lebensqualität gestört. Jenes Prinzip des „live like a local“, was Touristen genau suchen, wird durch ihre eigene Präsenz untergraben.

„Anti-Tourismus: Chance für Dornröschen-Destinationen“ weiterlesen

Cholesterinspiegel der Zukunft: Ist Konsum im Westen ein Auslaufmodell?

Konsum sei künftig das neue Cholesterin, prophezeite 2011 der brasilianische Trendforscher und Entrpreneur Rony Rodrigues von Box1824 auf der International Herald Tribune’s Luxury Konferenz. Meint: Das Image von Besitz wird entsprechen unattraktiv wie ein zu hoher LDL-Wert. 2021 sei es völlig unattraktiv im Schrank 200 Paar Schuhe zu haben, so Rodrigues. In diesen Kanon stimmen seit Jahren Markt- und auch Zukunftsforscher ein. Ich nehme mich da nicht aus. Doch was aus Perspektive der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung so positiv klingt, ist nur die halbe Wahrheit. „Cholesterinspiegel der Zukunft: Ist Konsum im Westen ein Auslaufmodell?“ weiterlesen